bei diesem Thema, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll...
Es ist ja schon schlimm genug, dass jedes Bundesland diesbezüglich sein eigenes "Süppchen kocht".
Aber : Was hier so abgeht, sprengt wirklich den Rahmen.
Ich habe einen sehr guten Vergleich, da mein großer Sohn, bis zum 7. SJ in NRW zur Schule gegangen ist.
Mein Kleiner ist hier geboren und folglich auch hier eingeschult worden.
Vorweg: Mit Schulkindern sollte man in ein anderes Bundesland umziehen . Und das, meine ich sehr ernst.
Es gibt genügend Eltern, die genau dies tun.
Mit dem ersten Schuljahr wird der Kindheit jäh ein Ende gesetzt. Als Eltern hast du rein gar nichts mehr zu melden.
Wer hier durchkommen will, hat entweder ein hochbegabtes Kind oder drillt sein Kind auf´s Äußerste.
Eine Mutter sagte mir letzthin, dass ihre Tochter das 1.SJ besucht, und seitdem hört sie (die Mutter) jeden Tag, was sie in der Erziehung angeblich falsch macht. Das Mädchen reagiert jetzt schon mit Kopfweh, Bauchweh und sonstigen Krankheiten , auf den so früh auferlegten Leistungsdruck.
Katastrophal wird es dann ab dem 3. SJ. Ich dachte ich sei durch andere darauf vorbereitet, aber so schlimm habe ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt....
Im 3. SJ wird schon sortiert, d.h. die weitere schulische Laufbahn wird festgelegt. Proben werden ausgesprochen schwierig
Besonders interessant sind dabei die "Transferaufgaben". (Transferaufgaben sind Fragen die im Thema nie besprochen wurden.Also eigentlich gänzlich unbekannte Aufgaben....)
In den letzten Jahren wurde der Lehrstoff ganz einfach mal um 1 Jahr vorgezogen. Mütter mit älteren Geschwisterkindern konnten das sehr gut nachvollziehen, auch anhand der Schulbücher.
Im 4. SJ werden 22 !! Proben geschrieben, innerhalb kürzester Zeit. Wer krank wird hat verloren....
Ja, da kann es dann "passieren", dass dein Kind von Gymnasialempfehlung innerhalb von 6 Wochen auf Mittelschulempfehlung degradiert wird.
Einen offiziellen Notenschlüssel gibt es übrigens nicht und man kann auch nicht erkennen, wie der Schnitt der Klasse da ist.
Mir persönlich ist aufgefallen, dass die Notengebung individuell gestaltet wird. So, wie es gerade passt.
Quote: unbedingt zu beachten...
Wer "darf" zum Gymnasium, Realschule oder Mittelschule ? Das wird ganz kalt berechnet.
Die Eltern haben absolut keinen Einfluss darauf, welche Schulform in Frage kommt. Das entscheidet ausschließlich die Schule.
So kann es passieren, dass einem intelligenten Kind schon frühzeitig die Chance auf eine gute schulische Ausbildung geraubt wird.
Das ist frustrierend.
Ich verstehe absolut nicht, warum sich die Eltern das gefallen lassen.
Es gibt Initiativen, aber scheinbar melden sich nicht genug Betroffene.
Man resigniert einfach.(Das eigene Kind würde es mit Sicherheit ausbaden.)
Und das Schlimmste ist, dass die Kinder sich auch schon ein Stück weit aufgeben.
Wenn man nicht höllisch aufpasst, hat man ein psychisches Wrack zu Hause sitzen und darf in Therapie, weil nicht sein kann , was nicht sein darf.....
Ich habe einige Erklärungen gefunden, warum Kinder das unterschiedlich meistern.
(Ein guter Rechtsanwalt wirkt Wunder, u.a.....hab ich mir sagen lassen
Andere Informationen dazu, erhielt ich in der Apotheke !!
Dennoch stehe ich fassungslos vor dieser Problematik.
Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das sollte für`s erste reichen....
Ich weiß ja nicht, wer hier noch aus Bayern kommt...
Die meisten von Euch leben ja in meiner alten Heimat NRW.
Ich sage Euch: Seid froh !!
Und wer mit seinen Kindern hierher zieht, sollte sich im Klaren darüber sein, dass sein Kind auf "Anraten" ein ganzes Schuljahr wiederholen soll/muss. Ob es dann klappt ? Keine Ahnung.
Ob die Bayern mit ihrem Abitur schlauer sind, als wir, die wir es in NRW gemacht haben, sei dahingestellt......
LG
shanti


