Trauma

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Trauma

Ungelesener Beitragvon Pho-to-n » So 11. Dez 2011, 17:02

Trauma Blickwinkel.jpg
Meine Installation ist die Auseinandersetzung
mit der unerträgliche Wucht eines traumatischen Erlebnises,
welches nur in Wellenbewegungen,
zwichen ständiger Verleugnungen und Wiederannäherung dessen,
die Verarbeitung nur in Raten zulässt.

Die durch Schrecken und Hilflosigkeit ausgelöste Symptome,
(wie dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen
aggressive Verhaltensmuster, selbstverletzendes Verhalten, sexuelle Probleme, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Suizidversuche),
sind extraordinäre Hürden auf dem Lebensweg.

Wer überlebt kann eine resiliente Person werden.

Ich will deutlich machen,
Anstoß geben
und Mut.
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Re: Trauma

Ungelesener Beitragvon schwarzmick » So 11. Dez 2011, 17:19

Pho-to-n hat geschrieben:Die durch Schrecken und Hilflosigkeit ausgelöste Symptome,
(wie dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen
aggressive Verhaltensmuster, selbstverletzendes Verhalten, sexuelle Probleme, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Suizidversuche),
sind extraordinäre Hürden auf dem Lebensweg.

Wer überlebt kann eine resiliente Person werden.

Ich will deutlich machen,
Anstoß geben
und Mut.

... Eine Art "visualisiertes PTSD" (post-traumatic stress disorder, "Post-traumatisches Streß-Syndrom").

Heftig, aber interessant.

- Ich persönlich finde Deine plastischen Darstellungen etwas zu plakativ, weil sie den Moment des verstörenden Erlebnisses in den Vordergrund rücken und damit von der eigentlichen Problematik, namentlich der späteren Be-/Verarbeitung, etwas ablenken.

(Ich wüsste zwar spontan auch nicht, wie man das besser darstellen oder veranschaulichen könnte.) - Wenn ich mir selbst das "verbildliche", würde ich das traumatische Erlebnis wie eine "Weinpresse" oder einen "Schraubstock" (horizontal oder auch vertikal) darzustellen versuchen, der sein "Opfer" buchstäblich erdrückt.

Deine "Missbrauchs-Skulptur" beispielsweise würde ich etwa auf Augenhöhe anbringen. Der Betrachter muss sich bücken, um darunter weitergehen zu können und spürt dadurch körperlich die Last des Erlebten.

Gruß, Mick.
P. S.: "Tante Tschahakaahaa...?"
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Re: Trauma

Ungelesener Beitragvon schwarzmick » So 11. Dez 2011, 17:54

Das gilt nicht für das Kind im untersten Bild. (Ein Junge, denke ich?)

Diese Figur würde ich in einen engen Gang stellen, sodass der Betrachter nur durch bewusste und geschickte Bewegung daran vorbeikommt und dadurch die bereits beschriebene "Enge" erfährt.

Dem Kind würde ich einen Namen geben: "Schuld?", "Wegsehen?" oder "Hinsehen?", jeweils mit dem Fragezeichen dabei.

Gruß, Mick.
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Re: Trauma

Ungelesener Beitragvon schwarzmick » So 11. Dez 2011, 18:54

Zur Installation der "Vergewaltigungs-Szene"...:

Hänge die Skulptur in etwa 175cm Höhe in einem ausreichend hohen Raum auf.

Dann führst Du den Betrachter in vier Schritten daran vorbei:

(1) Der Betrachter nähert sich auf einer "Empore". Er sieht die Skulptur von Weitem und von Oben. Er denkt sich: "Soetwas kenne ich aus dem Fernsehen; diese Art von Gewalt ist mir persönlich aber fremd und ich bin davon nicht betroffen."

(2) Der Betrachter kommt näher an das Geschehen heran. Gleichzeitig muss er sich über eine Treppe unter das Werk begeben. Er denkt sich: "Oh, die Sache kommt ja immer näher! Und sie wird ja auch immer größer!"

(3) Der Betrachter muss in gebückter Haltung unter der Skulptur hindurchlaufen. Er spürt buchstäblich die Erniedrigung, er spürt körperlich die "Last".

(4) Der Betrachter kann sich wieder aufrecht bewegen und weitergehen, aber hinter ihm schaut die "Tat" auf ihn herab wie ein tonnenschweres Gewicht. Hier könnte man ein kaum merkliches Gefälle in den Laufweg einbauen: Zwar verschwindet die "Tat" im Hintergrund und verliert scheinbar ihren unmittelbaren Schrecken, in Wirklichkeit aber geht es dennoch für den Betrachter abwärts... - Für die "Verfolgung" (das Geschehen verfolgt das Opfer) könnte ich mir in diesem Bereich auch Spiegel vorstellen; der Betrachter sieht die "Tat" immer vor sich, selbst, wenn er sich nicht danach umsieht.

Wär' doch mal 'nen Versuch wert, oder?

Gruß, Mick.
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