Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Oradour-sur-Glane

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Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Oradour-sur-Glane

Ungelesener Beitragvon krude » Mo 5. Dez 2011, 11:27

LKA-NRW: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Glane
1944

LKA Nordrhein-Westfalen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft (StA) Dortmund und des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (NRW):


Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Glane 1944

In den vergangenen Wochen haben Ermittler des Landeskriminalamtes NRW und Staatsanwälte der Zentralstelle im Lande NRW für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen bei der StA Dortmund in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Mordes die Wohnungen von sechs Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Brandenburg durchsucht.

Die Beschuldigten sind verdächtig, als Angehörige der 3. Kompanie des I. Bataillons des Panzer-Grenadier-Regiments "Der Führer" am
10.06.1944 in Oradour-sur-Glane/Frankreich an der Tötung von mindestens 642 Einwohnern des Ortes beteiligt gewesen zu sein.

Bild
Das von der SS zerstörte Dorf Oradur-sur-Glane in FrankreichFoto:pressefoto.com/Stephan Krudewig

Im Rahmen der nun durchgeführten Wohnungsdurchsuchungen konnten wesentliche Beweismittel bisher nicht aufgefunden werden. Die Beschuldigten haben die Beteiligung an den Tötungshandlungen bestritten oder waren nach den ersten Eindrücken der Ermittler nicht vernehmungsfähig.
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Oradour-sur-G

Ungelesener Beitragvon krude » Mo 5. Dez 2011, 15:03

Die SS ( Angehörige der 3. Kompanie des I. Bataillons des Panzer-Grenadier-Regiments "Der Führer" ) hatte kurz nach der Invasion (06.Juni 44) am 10. Juni 1944 alle Bewohner des Dorfes in der Kirche eingesperrt und diese dann angezündet. Fast alle Bewohner, darunter hauptsächlich Frauen und Kinder, kamen in den Flammer um oder wurden erschossen. Zum Gedenken an diese Greueltat ist das Dorf nicht wieder aufgebaut worden.

Bild
In diese Kirche hat die SS die Bevölkerung gesperrt, dann das Gebäude in Brand gesteckt.
Foto:pressefoto.com/Stephan Krudewig
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon Jäger » Di 6. Dez 2011, 00:00

http://www.geschichtsthemen.de/oradour.htm#Das Massaker an 642 Männern, Frauen, Greisen, Kindern und Babys
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon Sucher » Di 6. Dez 2011, 02:33

Das man da überhaupt versucht nach nun über 60 Jahren die Greueltaten aufzuklären um event. 80 bis 100 jährige (so alt sollten die Beteiligten heute wohl sein) vor Gericht zerren will, sehe ich als nicht Fruchtbar an.
Die Aussagen der mutmaßlichen Beteiligten sind mir so klar, wie die von anderen Kriegsbeteiligten auch. Ich habe bisher noch niemanden getroffen, der damit herumgeprahlt hat wie viele er im Krieg erschossen hat..... Die Gefahr das im Nachhinein sich da eine Verstrickung ergibt und man noch für etwas Verantwortlich gemacht wird, ist einfach zu groß. Also kommen dann eher zu den Kriegsgeschichten die Aussagen, das man wohl bei den Schießereien mal da oder dort jemand eventuell angeschossen hat, aber einen Toten hat man da nie gefunden..... Ist auch Nachvollziehbar, als Mörder möchte man hinterher nicht dastehen.
Die Beteiligten werden bestimmt auch kein Tagebuch schreiben um diese Kriegsverbrechen der Nachwelt zu überliefern, so um ihr Gewissen zu erleichtern, es könnte das Ansehen damit ebenfalls darunter leiden auch wenn man dann schon das Zeitliche gesegnet hat möchte man dann nicht als Kriegsverbrecher bekannt werden.
Von mir aus kann man auf solche Aktionen verzichten. Kriegsverbrechen hat es bestimmt auf allen beteiligten Seiten gegeben... nur die Siegermächte sind da über jeden Zweifel erhaben! Krieg ist Unrecht, auch wenn man sich da viel Mühe gibt das so nicht hinzustellen. Und Heute ist man auch nicht befreit davon.... so wie in Afganistan wo dann mit Totenschädeln Fußball gespielt wird.... kann ich mich irgendwie erinnern. Mit solch kleinen Sachen fängt es an, und dann die Zivilisten die Irrtümlich erschossen wurden....auch schlimm!
Ich bin dafür das man in diesen Sachen am Besten nicht weiter herumrührt und der Mantel des Vergessens darüber ausgebreitet wird. Die Historie solcher Greueltaten ist bestimmt in Wikipedia oder Geschichtsbüchern ausreichend dokumentiert.....
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon Jäger » Di 6. Dez 2011, 08:58

Da hast du vollkommen Recht Sucher
Ich finde es lächerlich wenn man heute einen 100 Jährigen zu Lebenslänglich verknackt.Überhaupt die ganze Sucherei nach ehem. Kriegsverbrechern ist in meinen Augen überflüssiges Ausgeben von Steuergeldern.67 Jahre hat man es nicht geschafft oder gewußt diese Verbrecher zu finden,fast ein ganzes Menschenleben lang nicht.
Erst durch Stasi-Akten bekam man die Namen raus?Wer's glaubt.
STehen sie doch zum Teil oben im Link oder auch im LdWM.
Rennen nicht heut zu Tage noch genug junge braune Verbrecher frei herum denen man das Handwerk schnell legen sollte??

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gli ... PGRSS4.htm
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon krude » Di 6. Dez 2011, 12:44

Da bin ich aber ganz anderer Ansicht. Ich finde, daß Menschen, die Frauen und Kinder in eine Kirche einsperren und diese dann anzünden, solange gesucht werden müßßen, bis sie verhaftet und verurteilt werden können. Die Greueltat mag zwar schon sehr lange vorbei sein, aber immer wieder passieren ähnliche Dinge in Kriegen und Konflikten, bis in die heutige Zeit hinein. Vergleichbar mit den Massentötungen im Jugoslawien-Krieg, da werden die Täter auch zum Glück irgendwann abgeurteilt. Solche Taten dürfen m. E. nach nie verjähren, als Mahnung für Gleichdenkende und als kleiner Trost für Opfer und deren Angehörige.
Ich finde es fantastisch, daß hier die Staatsanwaltschaft endlich aktiv wird. gerade in einer Zeit, in der genau diese nationalsozialistische Bewegung wieder deutlich aktiver wird, muß eine Demokratie zeigen, daß man nicht ungesühnt verbrechen verüben kann.
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Oradour-sur-G

Ungelesener Beitragvon krude » Di 6. Dez 2011, 13:26

Das Dorf heißt natürlich Oradour-sur-Glane, nicht wie im LKA-Schreiben Ordour...
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon Jäger » Di 6. Dez 2011, 21:34

krude hat geschrieben:Da bin ich aber ganz anderer Ansicht. Ich finde, daß Menschen, die Frauen und Kinder in eine Kirche einsperren und diese dann anzünden, solange gesucht werden müßßen, bis sie verhaftet und verurteilt werden können. Die Greueltat mag zwar schon sehr lange vorbei sein, aber immer wieder passieren ähnliche Dinge in Kriegen und Konflikten, bis in die heutige Zeit hinein. Vergleichbar mit den Massentötungen im Jugoslawien-Krieg, da werden die Täter auch zum Glück irgendwann abgeurteilt. Solche Taten dürfen m. E. nach nie verjähren, als Mahnung für Gleichdenkende und als kleiner Trost für Opfer und deren Angehörige.
Ich finde es fantastisch, daß hier die Staatsanwaltschaft endlich aktiv wird. gerade in einer Zeit, in der genau diese nationalsozialistische Bewegung wieder deutlich aktiver wird, muß eine Demokratie zeigen, daß man nicht ungesühnt verbrechen verüben kann.


Du hast ja recht Stephan nur es steht schon seit zig Jahren in dem verlinkten Lexikon drin mit den Namen der Gruppenführer usw,warum erst jetzt warum so spät warum werden da Stasiakten für benötigt um die Schuldigen Schergen zu finden wo es alles öffentlich im Netz zu finden ist?Jetzt werdenknapp 100 jährige vor den Kadi gezerrt,bekommen Lebenslänglich(Witz!) und der braune Sumpf kocht weiter.Grad hier in NRW im Pott wird es immer extremer.Erst wird der Schreihals von Wuppertal wegen Volksverhetzung zu 5 Jahren verknackt und dann kommt er nach 3 Jahren wieder raus und macht direkt weiter.Das soll man alles noch verstehen!
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Ordour-sur-Gl

Ungelesener Beitragvon schwarzmick » Di 6. Dez 2011, 23:02

Jäger hat geschrieben:Du hast ja recht Stephan nur es steht schon seit zig Jahren in dem verlinkten Lexikon drin mit den Namen der Gruppenführer usw,warum erst jetzt warum so spät warum werden da Stasiakten für benötigt um die Schuldigen Schergen zu finden wo es alles öffentlich im Netz zu finden ist?Jetzt werdenknapp 100 jährige vor den Kadi gezerrt,bekommen Lebenslänglich(Witz!) und der braune Sumpf kocht weiter.Grad hier in NRW im Pott wird es immer extremer.Erst wird der Schreihals von Wuppertal wegen Volksverhetzung zu 5 Jahren verknackt und dann kommt er nach 3 Jahren wieder raus und macht direkt weiter.Das soll man alles noch verstehen!
Das versteh ich nicht so ganz

"NSU" nicht zu vergessen, aktuell...

- Mit den Kriegsverbrechen verhält es sich ähnlich, wie mit den Millonen Spreng-Blindgängern, die ja auch heute noch regelmässig gefunden und entschärft werden müssen.

Jetzt hat sicherlich fast Jede und Jeder hier zuerst an Deutschland gedacht. - Aber in anderen Regionen der Welt ist das ein viel größeres Problem. Dort sind die Kriege und die damit einhergehenden Verbrechen noch viel jünger.

- Was würde z. Bsp. im ehem. Jugoslawien passieren, wenn Deutschland sagt: "Ach, das erscheint uns heutzutage alles nicht mehr so wichtig, lassen wir es doch dabei bewenden." (Jugoslawien war jetzt ein schlechtes Beispiel, weil da wirklich bereits sehr viel verfolgt und geklärt wurde.)

Gruß, Mick.
P. S.: "Tante Tschahakaahaa...?"
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Re: Durchsuchung nach Tötung von Zivilisten in Oradour-sur-G

Ungelesener Beitragvon Sucher » Di 6. Dez 2011, 23:13

Das Mord nicht verjährt ist gut und sollte auch so bleiben, so das niemand sich durch eine ausreichende Wartezeit von einem Unrecht "befreien" kann.
Diese Kriegsverbrecher haben aber damals unter einem Regieme gehandelt welches solche Verfehlungen tolerierte bzw. sogar gefördert hat. Wer war da nun der Schuldige..... der Schlächter oder der Nutznießer?
Ich bin der Meinung das man in solchen Fällen heutzutage abwägen sollte ob man hier noch nach den heutigen rechtsstaatlichen Richtlinien die Verfehlungen aus der Zeit, die einen anderen Rechtsstaat entstammte, verfolgen sollte. Ob da nun ein Vorteil für unser Demokratie erwächst sehe ich im Endeffekt, zumindest in diesem Fall, nicht.
Unsere Behörden sollte da effektiver eingesetzt werden und sich mehr den zeitnahen Problemen widmen.
Die derzeitigen neonazischtischen Bewegungen werden davon auch nicht abgeschreckt weil sie aus einem anderen Sumpf heraus ihre Motivation gewinnen. Irgendwie bekomme ich den Bogen auf die aktuellen Ereignisse zu den neonazistischen Gruppen zu den Kriegsverbrechen, hier das in dem französischen Ort, nicht so richtig hin. Einfach zu weit auseinander, für mich!
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