"Berlin Maximal Club" im seichten Fahrwasser

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"Berlin Maximal Club" im seichten Fahrwasser

Ungelesener Beitragvon Viel-Flieger » Di 9. Aug 2011, 20:11

Der "Berlin Maximal Club" des Berliner Tagesspiegels scheint nur noch ein Schattendasein zu führen. Nach seiner eigenen Beschreibung sollte dieser Ableger des Tagesspiegel-Verlags als Business-Netzwerk eine tragende Rolle bei der Vernetzung von Verbänden, Vereinen und dem Berliner Mittelstand spielen.

Die Realität wirkt entgegen der hochtrabenden Beschreibung aber viel nüchterner und bescheidener. Das zeigt ein Blick auf die kommende Veranstaltung am 01. September.

http://club.berlin-maximal.de/events/we ... munikation


Unter dem nichtssagenden Titel "Wege der modernen Kommunikation" offeriert der Club eine Präsentation der PIN Mail AG über ihren neuen eBrief. Anschließend gibt die Ehrig GmbH einen 15 Minuten-Überblick über die Bürowelten der Zukunft, das war´s.

Da dieses Programm etwas dürftig erscheint, gibt es für die Zuhörer noch ein Schmankerl. Der Businessclub berichtet über sich selbst, und seine Pläne für das Zeitalter der neuen Medien. Und wieder hat man 15 Minuten totgeschlagen.

Wie ich finde, ist das ein schwacher Auftritt nach einer immerhin über 2 Monate dauernden Veranstaltungspause. Man bekommt den Eindruck, dass dem Club die Inhalte ausgehen. Für mich als Außenstehenden wirkt das ganze doch eher wie eine Ankündigung zu einer Verkaufsfahrt. Es fehlt nur noch, dass am Ende der Veranstaltung Rheumadecken feilgeboten werden.

Aber immerhin scheint die PIN Mail AG mit dem Berliner Tagesspiegel gut vernetzt zu sein. So berichtete die Redaktion bereits im Februar dieses Jahres durchaus wohlwollend über die Pläne des Postkonkurrenten zur Einführung von elektronischen Briefen für Geschäftskunden. Dabei konnte PIN-Geschäftsführer Stirl gegenüber der Redakteurin Corinna Visser auch seine Antipathie gegen die lästigen Gewerkschaften öffentlich ausleben:

„Mir fehlt das Vertrauen in Verdi,...Verdi habe sich sowohl für den Post-Mindestlohn stark gemacht als auch für die Beibehaltung der Mehrwertsteuerbefreiung der Post. Von Verdi hat sich aber vorher niemand bei uns erkundigt, was das für die Zukunft unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter bedeutet“, so der Manager wörtlich.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/b ... 91978.html


Geschäftspartner des Tagesspiegel-Netzwerks müssen wohl keine kritischen Fragen oder Kommentare der Redaktion befürchten. Dafür ist deren unliebsamen Konkurrenten die mediale Häme sicher. Da kann es sicher nicht schaden, sein Geld an der richtigen Stelle zu investieren.
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